Kurzzusammenfassung:
Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Eva; Erstellung eines Restaurierungskonzeptes und Restaurierung
ausgeführt: 2004
Auftraggeber: Stadt Magdeburg

Objekt/Titel Eva
Standort Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Ausstellungsbereich, Standort noch nicht festgelegt
ehemalige Standorte Saal 30, Obergeschoss, Kaiser Friedrich Museum
Gruson- Gewächshäuser Magdeburg
Literaturmuseum Magdeburg (Keller)
Kloster Unser Lieben Frauen (Magazin)
Art der Aufstellung noch nicht festgelegt, frei stehend
Material/Technik Marmor
Datierung 1901 (Signatur durch den Bildhauer)
Bildhauer Carl Ludwig Seffner
*1861, †1932
Maße (HxBxT) in cm ca. 193x51x80 (incl. Plinthe)

Die Skulptur der Eva wurde 1901 von Carl Ludwig Seffner geschaffen. Carl Ludwig Seffner (Dr.med.h.c.) wurde am 19.06.1861 in Leipzig geboren und verstarb am 02.10.1932 in seiner Heimatstadt. Seffner war ein Schüler von M. A. zur Strassen und Hundrieser und ein sog. Enkel-Schüler Christian Daniel Rauchs. Mit dem Bachdenkmal auf dem Thomaskirchhof von 1908 und dem 1903 verwirklichten Goethestandbild auf dem Leipziger Naschmarkt schuf er seine beiden Hauptwerke. Die Magdeburger Skulptur Seffners wurde 1903 angekauft und befand sich im Saal 30 (Moderne) des Obergeschosses des Kaiser- Friedrich Museums (heute Kulturhistorisches Museum Magdeburg).

Insgesamt befand sich die Skulptur der Eva 2004 in einem sehr schlechten und nicht ausstellungsfähigen Zustand. Die Skulptur war in 6 Teile zerbrochen und zeigte erhebliche Verschmutzungen und Laufspuren (Wasser). Die Oberfläche des Marmors war z.T. stark aufgerauht und zeigte abgestorbene und mit der Oberfläche verwachsene biogene Auflagen, eine Folge der früheren Aufstellung in den Gruson- Gewächshäusern.

Als Hauptziel der Restaurierung galt das Zusammenfügen der Einzelteile und damit das Wiederherstellen der Skulptur. Dies konnte konstruktiv sicher und äußerlich nicht erkennbar umgesetzt werden.

Darüber hinaus wurde die Skulptur mittels eines schonenden Reinigungsverfahrens von den massiven Verschmutzungen befreit. Die Oberfläche hat so ihren gleichmäßigen Charakter zurückerhalten und wurde zusätzlich mit einem Wachs geschützt.

Störende Fehlstellen wurden mit einer eigens für diesen Marmor rezeptierten Ergänzungsmasse geschlossen.

Für den Betrachter bleibt auch nach der Restaurierung die Geschichte der Skulptur anhand der erhaltenen Alterungsspuren sichtbar. Gleichwohl wird sie wieder in ihrer Gesamtheit erlebbar.

Abbildung: Einzelteile vor der Restaurierung und wieder hergestellte Skulptur.

vollständige Dokumentationen:
Grimm, C. (2004): Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Eva von Carl Ludwig Seffner, Bestandserfassung, Zustandserfassung, Erstellung eines Restaurierungskonzeptes, Restaurierung.

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  • Kulturhistorisches Museum Magdeburg
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